Rechenzentren erfolgreich entwickeln

Technische Machbarkeit, politische Akzeptanz und gesellschaftliche Zustimmung von Anfang an zusammendenken.

Was über einen Standort entscheidet

  • EnergieReicht der Netzanschluss am Standort?
  • WasserWoher kommt das Wasser für die Kühlung?
  • GenehmigungWie wird das Verfahren planbar?
  • AkzeptanzWer muss zustimmen und warum?

Ausgangslage

Ein Grundstück, Kapital und ein gutes Konzept reichen nicht mehr.

Digitalisierung, Cloud Computing und künstliche Intelligenz erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Standorten. Gleichzeitig treffen Rechenzentrumsprojekte in Deutschland auf knappe Energie- und Flächenressourcen, komplexe Genehmigungsverfahren und eine zunehmend kritische öffentliche Wahrnehmung.

Erfolgreiche Standortentwicklung braucht eine frühzeitige Kommunikationsstrategie: Sie nimmt alle Interessengruppen ernst, beantwortet Fragen transparent, baut Befürchtungen ab und macht den Mehrwert für Kommune, Region und Bevölkerung sichtbar.

Die Erfahrungen aus verzögerten oder nicht realisierten Projekten, insbesondere im Raum Frankfurt, zeigen: Über den Erfolg entscheidet die lokale Verankerung.

OpenWater Infrastructure & Development unterstützt Investoren, Projektentwickler und Betreiber dabei, technische Infrastruktur, Genehmigungsstrategie, Stakeholdermanagement und Kommunikation zu einem konsistenten Gesamtprozess zusammenzuführen.

Die Herausforderung

Der Projekterfolg entscheidet sich vor dem Genehmigungsantrag

Diese Fragen werden gestellt:

  • Wasserverbrauch
  • Netzbelastung
  • Abwärmenutzung
  • Flächenversiegelung
  • Notstromversorgung
  • Nutzen für die Kommune

Wer diese Themen erst im laufenden Genehmigungsverfahren kommuniziert, reagiert meist nur noch auf entstandene Vorbehalte.

OpenWater setzt deshalb früher an

  • Identifikation aller relevanten Interessengruppen
  • Analyse von Interessen, Erwartungen und Konfliktfeldern
  • Projektspezifische Kommunikationsstrategie
  • Abstimmung von technischer Planung und öffentlicher Kommunikation
  • Nachvollziehbare Darstellung des kommunalen und regionalen Nutzens
  • Kontinuierliche Begleitung bis zu Genehmigung und Umsetzung
  1. StandortideeFlächen, Energie und Wasser grob prüfen
  2. StandortbewertungInfrastruktur und Stakeholder kartieren
  3. VorgesprächeVerwaltung, Politik und Versorger einbinden
  4. GenehmigungsantragHier wird oft erst kommuniziert
  5. GenehmigungVerfahren begleiten, Konflikte bearbeiten
  6. Bau & BetriebMehrwerte messbar machen

Stakeholdermanagement Rechenzentrum

Interessengruppen frühzeitig einbinden

Ein Rechenzentrum berührt Energie, Wasser, Fläche und kommunale Infrastruktur. Entsprechend breit ist der Kreis derer, die mitreden, mitentscheiden oder betroffen sind.

Für jedes Projekt entsteht eine belastbare Stakeholderlandkarte mit Zuständigkeiten, Interessen, Einflussmöglichkeiten, Konfliktpotenzialen und passenden Beteiligungsformaten.

Ihr RechenzentrumStakeholderlandkarte
  • Kommunalverwaltung & Genehmigungsbehörden
  • Politische Entscheidungsträger & Gremien
  • Feuerwehr, Rettungsdienste & weitere TöB
  • Energie-, Wasser- & Abwasserunternehmen
  • Netzbetreiber & Stadtwerke
  • Lokale Unternehmen & Wärmeabnehmer
  • Grundstückseigentümer & Nachbarschaft
  • Umwelt- & Interessenverbände
  • Medien & regionale Öffentlichkeit

Kommunikation Rechenzentrumsprojekte

Aus Betroffenen Beteiligte machen

Glaubwürdige Kommunikation zeigt nicht nur Vorteile. Sie lässt kritische Fragen zu und beantwortet sie belastbar.

  • Politische und verwaltungsinterne Vorgespräche
  • Einzelgespräche mit Schlüsselakteuren
  • Kommunale Informationsveranstaltungen
  • Fachdialoge zu Energie, Wasser und Abwärme
  • Anwohner- und Nachbarschaftsformate
  • Verständliche Projektinformationen und FAQ
  • Themen- und Reputationsmonitoring
  • Krisenkommunikation bei Konflikten oder Verzögerungen

Akzeptanz Rechenzentrum

Mehrwerte sichtbar und überprüfbar machen

Akzeptanz entsteht nicht durch die Investitionshöhe, sondern durch nachvollziehbaren Nutzen für den Standort. Gemeinsam mit dem Projektträger entwickeln und kommunizieren wir konkrete Mehrwerte.

Abwärme Rechenzentrum

Abwärme für die kommunale Wärmewende

Einbindung in Wärmenetze, Gewerbegebiete, Wohnquartiere oder öffentliche Einrichtungen, mit Abnehmern, Temperaturniveaus, Leitungen und Betreiberkonzepten.

Rechenzentrum Wohnquartier Gewerbe Öffentl. Bauten
Wasserbedarf Rechenzentrum

Verantwortungsvolles Wassermanagement

Weniger Trinkwasser, Nutzung von Betriebs- oder aufbereitetem Abwasser, Kreislaufführung und Wiederverwendung.

Infrastruktur

Investitionen in die lokale Infrastruktur

Netzausbau, Wärmeversorgung, Wasser- und Abwasseranlagen oder Erschließung mit langfristigem Nutzen für Kommune und Wirtschaft.

Region

Regionale Wertschöpfung

Gewerbesteuer, Auftragsvergaben, qualifizierte Arbeitsplätze und Digitalisierung werden transparent dargestellt.

Klima

Umwelt- und Klimaschutz

Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Abwärme, Flächenmanagement und Wasserrecycling messbar gemacht und in die kommunalen Klimaziele eingeordnet.

Wasserbedarf Rechenzentrum

Erste Abschätzung

Nahe 0 bei geschlossener Trockenkühlung, 1,5 und mehr bei Verdunstungskühlung

Jahreswasserbedarf

153.300 m³/a

Pro Tag
420 m³/d
Mittlerer Durchfluss
17,5 m³/h
Entspricht Haushaltsbedarf von
≈ 3.400 Personen

Unverbindliche Größenordnung. Annahme: 125 L pro Person und Tag. Sommerspitzen können ein Mehrfaches des Mittelwerts betragen.

Integriertes Infrastrukturmanagement

Ein Rechenzentrum ist Teil der regionalen Versorgung

Wir betrachten Rechenzentren nicht isoliert als Gebäude und koordinieren die zentralen Standortressourcen.

  • Energie

    Abstimmung mit Netzbetreibern, Energieversorgern und kommunaler Wärmeplanung

  • Wasser

    Bedarfsanalyse, alternative Wasserquellen, Kreislaufführung und Versorgungssicherheit

  • Abwasser

    Einleitbedingungen, Aufbereitung, Entsorgung und behördliche Abstimmung

  • Abwärme

    Potenzialanalyse, Abnehmerstruktur, Wärmenetze und Betreiberkonzepte

  • Fläche

    Nutzungskonflikte, Versiegelung, Regenwasser und ökologische Anforderungen

  • Erschließung

    Verkehr, Leitungsinfrastruktur sowie Ver- und Entsorgung

  • Genehmigungen

    Verfahrensstrategie, Behördenkoordination und Schnittstellenmanagement

  • Kommunikation

    Stakeholderdialog, Beteiligung, Projektkommunikation und Akzeptanzmanagement

Genehmigungsmanagement Rechenzentrum

Unser Vorgehensmodell

  1. Executive Infrastructure & Stakeholder Review

    Standort, Infrastruktur, Projektumfeld und Stakeholderstruktur. Risiken und kritische Abhängigkeiten werden früh sichtbar.

  2. Kommunikations- & Genehmigungsstrategie

    Kernbotschaften, Verantwortlichkeiten, Formate und Entscheidungswege in einer abgestimmten Strategie.

  3. Stakeholderdialog & kommunale Positionierung

    Vorbereitung und Begleitung der Gespräche mit Verwaltung, Politik, Versorgern, Verbänden und Nachbarschaft.

  4. Projektbegleitende Steuerung

    Projektumfeld beobachten, Konflikte bearbeiten, technische Planung und Kommunikation konsistent halten.

IT-Anschlussleistung Rechenzentren Deutschland

5 GW bis 2030

Rhein-Main / Frankfurt ≈ 1.100 MW, mehr als ein Drittel übriges Deutschland

Quelle: Bitkom, Studie „Rechenzentren in Deutschland“, November 2025 (Prognose 2030)

Data Center Projektentwicklung Deutschland

Für Investoren, Entwickler und Betreiber

Die IT-Anschlussleistung der Rechenzentren in Deutschland soll von rund 3 GW auf 5 GW im Jahr 2030 wachsen, ein großer Teil davon für KI. Internationale Investoren und Entwickler treiben diesen Ausbau. Dafür braucht es gesicherte Energie, geeignete Flächen, Kapital und Kunden, in Deutschland zusätzlich eine belastbare lokale Verankerung.

OpenWater übersetzt globale Data-Center-Strategien in die kommunalen, regulatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen des DACH-Raums, ob im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt, wo heute mehr als ein Drittel der Kapazität steht, oder an neuen Standorten.

Ihre Ansprechpartner

Persönlich erreichbar, vom ersten Gespräch bis zur Umsetzung

André Hildebrand

CEO & Projektentwickler

Standortentwicklung, Genehmigungsstrategie und Stakeholderdialog mit Kommunen, Behörden und Versorgern.

infrastruktur@openwater.digital

Burcu D.

Quality Leader · PMP · Problem-Solving-Expertin · Xcontinental Culture Advocate

Projektsteuerung, Qualitätssicherung und strukturierte Lösungsfindung an den Schnittstellen komplexer Infrastrukturprojekte.

infrastruktur@openwater.digital

Unser Leistungsversprechen

Die technische, politische und gesellschaftliche Grundlage für Ihr Rechenzentrum.

Wir verbinden Infrastrukturkompetenz mit strategischem Stakeholder-, Genehmigungs- und Kommunikationsmanagement, von der ersten Standortbewertung bis zur Umsetzung.

FAQ

Häufige Fragen

Sie haben eine konkrete Frage zu Ihrem Standort? Schreiben Sie uns.

Warum benötigen Rechenzentren ein frühzeitiges Stakeholdermanagement?

Rechenzentren haben erhebliche Auswirkungen auf Energieversorgung, Flächennutzung, Wasserwirtschaft und kommunale Infrastruktur. Frühzeitiges Stakeholdermanagement identifiziert Interessen und Konflikte, bevor diese das Genehmigungsverfahren oder die politische Unterstützung gefährden.

Wann sollte die Kommunikation zu einem Rechenzentrum beginnen?

So früh wie möglich, idealerweise schon bei der Standortidee und vor der ersten Antragstellung. In dieser Phase lassen sich Interessen und Konfliktfelder erfassen, Betroffene einbinden und Planungsentscheidungen noch anpassen. Wer erst im laufenden Genehmigungsverfahren kommuniziert, reagiert meist nur noch auf entstandene Vorbehalte.

Welche Interessengruppen sollten einbezogen werden?

Dazu gehören Kommunen, Genehmigungsbehörden, politische Gremien, Netzbetreiber, Stadtwerke, Wasser- und Abwasserunternehmen, Nachbarschaft, Umweltverbände, Wärmeabnehmer, Feuerwehr und regionale Öffentlichkeit.

Was sind Träger öffentlicher Belange (TöB)?

Träger öffentlicher Belange (TöB) sind Behörden und sonstige Stellen, deren Aufgabenbereich von einer Planung berührt wird, zum Beispiel Fachbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienste, Versorgungsunternehmen oder Verbände. Sie werden in der Bauleitplanung beteiligt und geben Stellungnahmen ab, die die Gemeinde in ihrer Abwägung berücksichtigt.

Welche Einwände gibt es typischerweise gegen Rechenzentren?

Häufig genannt werden Flächenverbrauch und Versiegelung, Hitze und Frischluftschneisen, Dauergeräusche durch Kühlanlagen, Strom- und Wasserbedarf sowie die Frage, welchen Nutzen ein Projekt vor Ort tatsächlich stiftet. Wer diese Themen offen und mit belastbaren Daten beantwortet, kann viele Konflikte entschärfen, bevor sie eskalieren.

Wie kann die Akzeptanz eines Rechenzentrums verbessert werden?

Entscheidend sind transparente Informationen, nachvollziehbare Umwelt- und Verbrauchsdaten, ein frühzeitiger Dialog sowie konkrete lokale Mehrwerte, beispielsweise Abwärmenutzung, Investitionen in die Infrastruktur und regionale Wertschöpfung.

Welche Genehmigungen braucht ein Rechenzentrum in Deutschland?

Das hängt von Standort, Größe und Auslegung ab. Typischerweise geht es um das Bauplanungsrecht (ein passender Bebauungsplan oder dessen Aufstellung beziehungsweise Änderung), die Baugenehmigung, immissionsschutzrechtliche Genehmigungen etwa für Notstromanlagen, wasser- und abwasserrechtliche Zulassungen sowie die Abstimmung von Netzanschluss und Erschließung. Welche Verfahren im Einzelfall nötig sind, zeigt eine frühe Standort- und Verfahrensprüfung.

Wie lange dauert das Genehmigungsverfahren für ein Rechenzentrum?

Eine pauschale Dauer gibt es nicht. Entscheidend ist vor allem das Planungsrecht: Liegt für den Standort bereits ein passender Bebauungsplan vor, ist das Baugenehmigungsverfahren meist deutlich schlanker. Muss ein Bebauungsplan erst aufgestellt oder geändert werden, kommen Beteiligung, Abwägung und politische Beschlüsse hinzu, was den Zeitraum erheblich verlängern kann. Je früher Behörden, Politik und Öffentlichkeit eingebunden sind, desto planbarer wird der Ablauf.

Welche Rolle spielt das Energieeffizienzgesetz (EnEfG)?

Das EnEfG macht Rechenzentren Vorgaben zu Energieeffizienz, zur Nutzung von Abwärme und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Welche Anforderungen und Fristen im Einzelfall gelten, hängt unter anderem von Größe und Inbetriebnahme ab, und die Regeln werden politisch weiterentwickelt. Für Genehmigung und Kommunikation ist das relevant, weil Effizienz- und Abwärmekonzepte zu den ersten Fragen vor Ort gehören.

Welche Rolle spielen Wasser und Abwärme?

Kühlung, Wasserverbrauch und Abwärmenutzung gehören zu den häufigsten öffentlichen und genehmigungsrechtlichen Fragen. Kreislaufwasser, alternative Wasserquellen und belastbare Abwärmekonzepte können Umweltwirkungen reduzieren und die kommunale Akzeptanz stärken.

Wie viel Wasser verbraucht ein Rechenzentrum?

Das hängt vor allem von der Kühltechnik ab. Die Kennzahl dafür ist die WUE (Water Usage Effectiveness) in Litern Wasser pro kWh IT-Energie. Geschlossene Trockenkühlung kommt mit sehr wenig Wasser aus, braucht dafür aber mehr Strom, Verdunstungskühlung spart Strom und verbraucht deutlich mehr Wasser. Mit unserem Rechner weiter oben erhalten Sie eine erste Größenordnung für Ihr Projekt.

Wie lässt sich die Abwärme eines Rechenzentrums nutzen?

Abwärme kann in Wärmenetze, Gewerbegebiete, Wohnquartiere oder öffentliche Einrichtungen eingespeist werden. Sie fällt meist auf niedrigem Temperaturniveau an und wird deshalb häufig mit Wärmepumpen angehoben oder in Niedertemperaturnetzen genutzt. Entscheidend sind Abnehmer in der Nähe, passende Leitungen und ein Betreiberkonzept, am besten schon in der kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt.

Für wen arbeitet OpenWater und wo?

OpenWater unterstützt Investoren, Projektentwickler und Betreiber von Rechenzentren im DACH-Raum, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Standorte sind Korntal bei Stuttgart und Zürich.

Was sollte ich für ein Erstgespräch vorbereiten?

Hilfreich sind ein paar Eckdaten: der Standort (Region oder Flurstück), die geplante IT-Leistung in MW und mögliche Ausbauphasen, der Projektstand (zum Beispiel Ankauf, Bebauungsplan oder Antrag), das Kühl- und Wärmekonzept samt geplanter Abwärmenutzung sowie bisherige Kontakte zu Kommune und Versorgern. Das Erstgespräch ist unverbindlich.