Abwärme für die kommunale Wärmewende
Einbindung in Wärmenetze, Gewerbegebiete, Wohnquartiere oder öffentliche Einrichtungen, mit Abnehmern, Temperaturniveaus, Leitungen und Betreiberkonzepten.
Technische Machbarkeit, politische Akzeptanz und gesellschaftliche Zustimmung von Anfang an zusammendenken.
Was über einen Standort entscheidet
Ausgangslage
Ein Grundstück, Kapital und ein gutes Konzept reichen nicht mehr.
Digitalisierung, Cloud Computing und künstliche Intelligenz erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Standorten. Gleichzeitig treffen Rechenzentrumsprojekte in Deutschland auf knappe Energie- und Flächenressourcen, komplexe Genehmigungsverfahren und eine zunehmend kritische öffentliche Wahrnehmung.
Erfolgreiche Standortentwicklung braucht eine frühzeitige Kommunikationsstrategie: Sie nimmt alle Interessengruppen ernst, beantwortet Fragen transparent, baut Befürchtungen ab und macht den Mehrwert für Kommune, Region und Bevölkerung sichtbar.
Die Erfahrungen aus verzögerten oder nicht realisierten Projekten, insbesondere im Raum Frankfurt, zeigen: Über den Erfolg entscheidet die lokale Verankerung.
OpenWater Infrastructure & Development unterstützt Investoren, Projektentwickler und Betreiber dabei, technische Infrastruktur, Genehmigungsstrategie, Stakeholdermanagement und Kommunikation zu einem konsistenten Gesamtprozess zusammenzuführen.
Die Herausforderung
Diese Fragen werden gestellt:
Wer diese Themen erst im laufenden Genehmigungsverfahren kommuniziert, reagiert meist nur noch auf entstandene Vorbehalte.
Stakeholdermanagement Rechenzentrum
Ein Rechenzentrum berührt Energie, Wasser, Fläche und kommunale Infrastruktur. Entsprechend breit ist der Kreis derer, die mitreden, mitentscheiden oder betroffen sind.
Für jedes Projekt entsteht eine belastbare Stakeholderlandkarte mit Zuständigkeiten, Interessen, Einflussmöglichkeiten, Konfliktpotenzialen und passenden Beteiligungsformaten.
Kommunikation Rechenzentrumsprojekte
Glaubwürdige Kommunikation zeigt nicht nur Vorteile. Sie lässt kritische Fragen zu und beantwortet sie belastbar.
Akzeptanz Rechenzentrum
Akzeptanz entsteht nicht durch die Investitionshöhe, sondern durch nachvollziehbaren Nutzen für den Standort. Gemeinsam mit dem Projektträger entwickeln und kommunizieren wir konkrete Mehrwerte.
Einbindung in Wärmenetze, Gewerbegebiete, Wohnquartiere oder öffentliche Einrichtungen, mit Abnehmern, Temperaturniveaus, Leitungen und Betreiberkonzepten.
Weniger Trinkwasser, Nutzung von Betriebs- oder aufbereitetem Abwasser, Kreislaufführung und Wiederverwendung.
Netzausbau, Wärmeversorgung, Wasser- und Abwasseranlagen oder Erschließung mit langfristigem Nutzen für Kommune und Wirtschaft.
Gewerbesteuer, Auftragsvergaben, qualifizierte Arbeitsplätze und Digitalisierung werden transparent dargestellt.
Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Abwärme, Flächenmanagement und Wasserrecycling messbar gemacht und in die kommunalen Klimaziele eingeordnet.
Wasserbedarf Rechenzentrum
Jahreswasserbedarf
153.300 m³/a
Unverbindliche Größenordnung. Annahme: 125 L pro Person und Tag. Sommerspitzen können ein Mehrfaches des Mittelwerts betragen.
Integriertes Infrastrukturmanagement
Wir betrachten Rechenzentren nicht isoliert als Gebäude und koordinieren die zentralen Standortressourcen.
Abstimmung mit Netzbetreibern, Energieversorgern und kommunaler Wärmeplanung
Bedarfsanalyse, alternative Wasserquellen, Kreislaufführung und Versorgungssicherheit
Einleitbedingungen, Aufbereitung, Entsorgung und behördliche Abstimmung
Potenzialanalyse, Abnehmerstruktur, Wärmenetze und Betreiberkonzepte
Nutzungskonflikte, Versiegelung, Regenwasser und ökologische Anforderungen
Verkehr, Leitungsinfrastruktur sowie Ver- und Entsorgung
Verfahrensstrategie, Behördenkoordination und Schnittstellenmanagement
Stakeholderdialog, Beteiligung, Projektkommunikation und Akzeptanzmanagement
Genehmigungsmanagement Rechenzentrum
Standort, Infrastruktur, Projektumfeld und Stakeholderstruktur. Risiken und kritische Abhängigkeiten werden früh sichtbar.
Kernbotschaften, Verantwortlichkeiten, Formate und Entscheidungswege in einer abgestimmten Strategie.
Vorbereitung und Begleitung der Gespräche mit Verwaltung, Politik, Versorgern, Verbänden und Nachbarschaft.
Projektumfeld beobachten, Konflikte bearbeiten, technische Planung und Kommunikation konsistent halten.
IT-Anschlussleistung Rechenzentren Deutschland
5 GW bis 2030
Rhein-Main / Frankfurt ≈ 1.100 MW, mehr als ein Drittel übriges Deutschland
Quelle: Bitkom, Studie „Rechenzentren in Deutschland“, November 2025 (Prognose 2030)
Data Center Projektentwicklung Deutschland
Die IT-Anschlussleistung der Rechenzentren in Deutschland soll von rund 3 GW auf 5 GW im Jahr 2030 wachsen, ein großer Teil davon für KI. Internationale Investoren und Entwickler treiben diesen Ausbau. Dafür braucht es gesicherte Energie, geeignete Flächen, Kapital und Kunden, in Deutschland zusätzlich eine belastbare lokale Verankerung.
OpenWater übersetzt globale Data-Center-Strategien in die kommunalen, regulatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen des DACH-Raums, ob im Rhein-Main-Gebiet rund um Frankfurt, wo heute mehr als ein Drittel der Kapazität steht, oder an neuen Standorten.
Ihre Ansprechpartner
CEO & Projektentwickler
Standortentwicklung, Genehmigungsstrategie und Stakeholderdialog mit Kommunen, Behörden und Versorgern.
infrastruktur@openwater.digitalQuality Leader · PMP · Problem-Solving-Expertin · Xcontinental Culture Advocate
Projektsteuerung, Qualitätssicherung und strukturierte Lösungsfindung an den Schnittstellen komplexer Infrastrukturprojekte.
infrastruktur@openwater.digitalUnser Leistungsversprechen
Wir verbinden Infrastrukturkompetenz mit strategischem Stakeholder-, Genehmigungs- und Kommunikationsmanagement, von der ersten Standortbewertung bis zur Umsetzung.
Rechenzentren haben erhebliche Auswirkungen auf Energieversorgung, Flächennutzung, Wasserwirtschaft und kommunale Infrastruktur. Frühzeitiges Stakeholdermanagement identifiziert Interessen und Konflikte, bevor diese das Genehmigungsverfahren oder die politische Unterstützung gefährden.
So früh wie möglich, idealerweise schon bei der Standortidee und vor der ersten Antragstellung. In dieser Phase lassen sich Interessen und Konfliktfelder erfassen, Betroffene einbinden und Planungsentscheidungen noch anpassen. Wer erst im laufenden Genehmigungsverfahren kommuniziert, reagiert meist nur noch auf entstandene Vorbehalte.
Dazu gehören Kommunen, Genehmigungsbehörden, politische Gremien, Netzbetreiber, Stadtwerke, Wasser- und Abwasserunternehmen, Nachbarschaft, Umweltverbände, Wärmeabnehmer, Feuerwehr und regionale Öffentlichkeit.
Träger öffentlicher Belange (TöB) sind Behörden und sonstige Stellen, deren Aufgabenbereich von einer Planung berührt wird, zum Beispiel Fachbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienste, Versorgungsunternehmen oder Verbände. Sie werden in der Bauleitplanung beteiligt und geben Stellungnahmen ab, die die Gemeinde in ihrer Abwägung berücksichtigt.
Häufig genannt werden Flächenverbrauch und Versiegelung, Hitze und Frischluftschneisen, Dauergeräusche durch Kühlanlagen, Strom- und Wasserbedarf sowie die Frage, welchen Nutzen ein Projekt vor Ort tatsächlich stiftet. Wer diese Themen offen und mit belastbaren Daten beantwortet, kann viele Konflikte entschärfen, bevor sie eskalieren.
Entscheidend sind transparente Informationen, nachvollziehbare Umwelt- und Verbrauchsdaten, ein frühzeitiger Dialog sowie konkrete lokale Mehrwerte, beispielsweise Abwärmenutzung, Investitionen in die Infrastruktur und regionale Wertschöpfung.
Das hängt von Standort, Größe und Auslegung ab. Typischerweise geht es um das Bauplanungsrecht (ein passender Bebauungsplan oder dessen Aufstellung beziehungsweise Änderung), die Baugenehmigung, immissionsschutzrechtliche Genehmigungen etwa für Notstromanlagen, wasser- und abwasserrechtliche Zulassungen sowie die Abstimmung von Netzanschluss und Erschließung. Welche Verfahren im Einzelfall nötig sind, zeigt eine frühe Standort- und Verfahrensprüfung.
Eine pauschale Dauer gibt es nicht. Entscheidend ist vor allem das Planungsrecht: Liegt für den Standort bereits ein passender Bebauungsplan vor, ist das Baugenehmigungsverfahren meist deutlich schlanker. Muss ein Bebauungsplan erst aufgestellt oder geändert werden, kommen Beteiligung, Abwägung und politische Beschlüsse hinzu, was den Zeitraum erheblich verlängern kann. Je früher Behörden, Politik und Öffentlichkeit eingebunden sind, desto planbarer wird der Ablauf.
Das EnEfG macht Rechenzentren Vorgaben zu Energieeffizienz, zur Nutzung von Abwärme und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Welche Anforderungen und Fristen im Einzelfall gelten, hängt unter anderem von Größe und Inbetriebnahme ab, und die Regeln werden politisch weiterentwickelt. Für Genehmigung und Kommunikation ist das relevant, weil Effizienz- und Abwärmekonzepte zu den ersten Fragen vor Ort gehören.
Kühlung, Wasserverbrauch und Abwärmenutzung gehören zu den häufigsten öffentlichen und genehmigungsrechtlichen Fragen. Kreislaufwasser, alternative Wasserquellen und belastbare Abwärmekonzepte können Umweltwirkungen reduzieren und die kommunale Akzeptanz stärken.
Das hängt vor allem von der Kühltechnik ab. Die Kennzahl dafür ist die WUE (Water Usage Effectiveness) in Litern Wasser pro kWh IT-Energie. Geschlossene Trockenkühlung kommt mit sehr wenig Wasser aus, braucht dafür aber mehr Strom, Verdunstungskühlung spart Strom und verbraucht deutlich mehr Wasser. Mit unserem Rechner weiter oben erhalten Sie eine erste Größenordnung für Ihr Projekt.
Abwärme kann in Wärmenetze, Gewerbegebiete, Wohnquartiere oder öffentliche Einrichtungen eingespeist werden. Sie fällt meist auf niedrigem Temperaturniveau an und wird deshalb häufig mit Wärmepumpen angehoben oder in Niedertemperaturnetzen genutzt. Entscheidend sind Abnehmer in der Nähe, passende Leitungen und ein Betreiberkonzept, am besten schon in der kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt.
OpenWater unterstützt Investoren, Projektentwickler und Betreiber von Rechenzentren im DACH-Raum, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Standorte sind Korntal bei Stuttgart und Zürich.
Hilfreich sind ein paar Eckdaten: der Standort (Region oder Flurstück), die geplante IT-Leistung in MW und mögliche Ausbauphasen, der Projektstand (zum Beispiel Ankauf, Bebauungsplan oder Antrag), das Kühl- und Wärmekonzept samt geplanter Abwärmenutzung sowie bisherige Kontakte zu Kommune und Versorgern. Das Erstgespräch ist unverbindlich.